UA-97138776-1 Die Vorsorgevollmacht kann ein wichtiger Baustein in Ihrem Leben werden.
 

Vorsorgevollmacht


Das sollten Sie wissen

 

Was ist eine Vorsorgevollmacht?

Mit einer Vorsorgevollmacht beauftragen Sie eine Person Ihres Vertrauens stellvertretend für Sie zu handeln, zu entscheiden und Verträge abzuschließen - entweder umfassend oder in abgegrenzten Bereichen. Die Vollmacht gilt nur, wenn Sie die Dinge nicht mehr selbst bewältigen können. Sie können die Vollmacht dem Beauftragten auch jederzeit entziehen oder sie inhaltlich verändern.


Wozu brauche ich eine Vollmacht: Kann nicht meine Familie entscheiden?

Ehepartner oder Kinder können nicht automatisch für Sie im Alter entscheiden. Ohne die  Beauftragung durch eine Vollmacht oder den Beschluss der Rechtlichen Betreuung geht das nicht. Niemand wird dazu gezwungen, eine Vollmacht zu erteilen. Fehlt diese aber, wenn Sie wichtige Entscheidungen nicht mehr selbst treffen können, wird das Amtsgericht dafür einen rechtlichen Betreuer einsetzen - entweder aus dem Familienkreis oder auch einen Fremden.


Wonach soll ich den Bevollmächtigten auswählen?

Sie sollten eine Person wählen, der Sie vertrauen: Jemand, der Sie gut kennt, von dem Sie wissen, dass er sich gut informiert. Jemand, der kooperativ und durchsetzungsfähig ist, und der es schafft, eine Entscheidung für Sie und nicht für sich selbst zu treffen. Der Bevollmächtigte entscheidet je nach Auftrag über finanzielle Dinge, die Heimunterbringung oder bei gesundheitlichen Fragen wie einer Operation. Dazu ist es wichtig, dass er oder sie erreichbar und vor Ort ist und regelmäßig Kontakt zu Ihnen, den Ärzten, dem Heim oder den Banken hat. Teilen Sie die Vollmachten für verschiedene Bereiche nicht auf mehrere Personen auf und benennen Sie eine Vertreterin oder einen Vertreter für den Verhinderungsfall.


Muss ich mit der Vollmacht zum Notar, und brauche ich Zeugen?

Nein, das ist heutzutage nicht mehr nötig. Für die meisten Inhalte und Berechtigungen (inklusive Grundstücksgeschäfte) genügt inzwischen die sehr kostengünstige und öffentliche Beglaubigung der Betreuungsbehörde. Nur bei Berechtigungen zum Abschluss von Darlehensverträge (und dies kommt in der Praxis sehr selten vor), muss die Vollmacht über einen Notar beurkundet werden.


Wo hinterlegt man diese Vollmachten/Verfügungen?

Die Urkunden verbleiben bei Ihnen bzw. Ihren Bevollmächtigten. Damit im Fall der Fälle die Betreuungsbehörde erfährt, dass eine Vollmacht/Verfügung vorliegt, sollten die Daten im Zentralregister der Notarkammer hinterlegt werden. Dies übernehmen gerne wir bzw. bei entsprechender Beurkundung auch ein Notar.


Kann ich auch Formulare aus dem Internet nutzen?

Prinzipiell ist das möglich. Aber denken Sie daran, dass Vollmachten nicht standardisiert sein sollten. Ich halte es für unumgänglich, dass die Vollmachten Ihren persönlichen Wünschen angepasst werden und auch das beinhalten, was wichtig ist.


Was geschieht, wenn der Bevollmächtigte im Ernstfall verhindert ist?

Genau aus diesem Grunde sollten Sie in Erwägung ziehen, einen entsprechenden Ersatzbevollmächtigten zu nennen. Dieser kommt nur dann zum Einsatz, wenn der Hauptbevollmächtigte verhindert ist oder den Ersatzbevollmächtigten für eine bestimmte Handlung beauftragt.


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